Die Stunde ist vorbei und ein Moment bleibt bei dir. Vielleicht nahm der Unterricht einen anderen Verlauf als geplant. Vielleicht gab es eine kleine Sache, die heute getragen hat. Ein kurzer Rückblick kann diesen Moment bewahren, bevor der nächste Schultag beginnt.
Von Inklea · Fachlich geprüft am 29. Juli 2026 · Wie diese Inhalte entstehen
Reflexion gehört zur professionellen Entwicklung von Lehrkräften. Die Universität Potsdam beschreibt sie als eine Schlüsselkategorie der Lehrkräftebildung. Der Referenzrahmen Schulqualität Nordrhein Westfalen stellt Reflexionsbögen bereit, die Lehrkräfte bei der Selbstvergewisserung unterstützen.
Ein persönlicher Rückblick darf dabei klein bleiben. Er kann einen einzelnen Moment festhalten, der dir aufgefallen ist. Eine formale Evaluation betrachtet andere Fragen und folgt häufig festgelegten Kriterien. Beide Formen können nebeneinander bestehen.
Eine ruhige Reflexion kann bei dem anfangen, was du beobachtet hast. Was sollte in der Stunde geschehen? Lege daneben, was tatsächlich passiert ist. So entsteht zunächst ein Bild des Verlaufs.
Danach kannst du festhalten, was den Unterschied geprägt hat. Vielleicht kam eine Unterbrechung dazu oder die Klasse reagierte anders als erwartet. Auch ein gelungener Moment darf sichtbar werden.
Der Rückblick muss den Unterricht nicht vollständig erklären. Ein Satz kann genügen, den du am nächsten Morgen wieder lesen möchtest. Vielleicht erinnert er dich an etwas, das getragen hat. Vielleicht hält er eine offene Beobachtung fest.
Über mehrere Einträge kann eine persönliche Spur entstehen. Die Wochenreflexion für Lehrkräfte legt dafür fünf Schultage oder ausgewählte Momente nebeneinander. Für fachliche Unterrichtsentwicklung können weitere Perspektiven und kollegiale Gespräche hinzukommen.
Der Bogen legt dein Vorhaben neben den tatsächlichen Verlauf. Ein drittes Feld hält fest, was dazwischenkam. Zum Abschluss bleibt ein Satz für morgen.
Du kannst auch mit einem leeren Blatt beginnen. Der Bogen gibt deinem Rückblick eine feste, ruhige Reihenfolge.
Du kannst mit dem geplanten Verlauf beginnen und anschließend festhalten, was tatsächlich passiert ist. Danach reicht eine Frage: Was möchte ich aus dieser Stunde für morgen bewahren?
Ein persönlicher Rückblick kann auf einzelne Stunden begrenzt bleiben. Du kannst den Bogen öffnen, wenn ein Verlauf oder ein Moment noch bei dir ist.
Eine formale Evaluation arbeitet häufig mit festgelegten Kriterien und mehreren Perspektiven. Eine persönliche Reflexion kann einen einzelnen Moment aus deiner Sicht festhalten.
Ein festgehaltener Gedanke kann in die nächste Planung einfließen. Für umfassende fachliche Entwicklung können kollegiale Beratung und weitere Beobachtungen hinzukommen.
Die Rolle von Reflexion in der professionellen Entwicklung folgt der Veröffentlichung Reflexion in der Lehrkräftebildung der Universität Potsdam. Die Einordnung von Reflexionsbögen als Unterstützung zur Selbstvergewisserung orientiert sich am Referenzrahmen Schulqualität Nordrhein Westfalen.